Experten sehen kaum Chancen

Während Aktivisten auf eine Rettung hoffen, bleiben Fachleute skeptisch.
Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern betonte zuletzt erneut, dass sich der Gesundheitszustand des Wals weiter verschlechtert habe. Eine Stabilisierung sei nicht erkennbar.
Auch Thilo Maack von Greenpeace erklärte, dass zusätzliche Eingriffe das Tier nur weiter stressen würden.
Viele Experten sind sich daher einig: Ein weiterer Rettungsversuch könnte mehr Schaden als Nutzen bringen.
Politik setzt auf Selbstbefreiung

Aus Sicht von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus gibt es derzeit nur eine realistische Perspektive.
Der Wal müsse sich aus eigener Kraft befreien. Erst dann könne man unterstützend eingreifen und das Tier lenken.
Gleichzeitig wächst der Druck aus der Öffentlichkeit weiter. Immer wieder werden neue Anträge gestellt, um doch noch eine Rettungsaktion zu erzwingen.
Ein erster Eilantrag wurde jedoch bereits abgelehnt – auch, weil die klagende Organisation rechtlich nicht befugt gewesen sei.